Das Jahr des Suppenhuhnes

大家好! Hallo zusammen! 

Vor ein paar Tagen feierte ich in China ganz traditionell das Chinesische Neujahrsfest und der Feuerhahn kräht seitdem als ob es keinen Morgen gäbe. Das Jahr des Huhnes, bzw. des Feuerhahnes hat begonnen und mit der größten Verspätung der Welt wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr 2017.

20170127_161400.jpgSelbstgebastelter Feuerhahn auf Scherenschnitt

好久不见! Lange nicht gesehen!

Seit dem letzten Artikel Anfang Dezember ist viel passiert, im echten Leben und auf Papier. Dieser Artikel jedoch beschränkt sich auf das Wesentliche ganz nach dem Motto: „In der Kürze liegt die Würze“, denn ich tippe diesen Text gerade in mühsamer Handarbeit auf dem Handy ein.

Ein Bisschen China

Seit Ende der Prüfungen Mitte Januar schreibe ich Kapitel um Kapitel meines geplanten Buches „Ein Bisschen  中国 China“. Im März möchte ich einen Podcast mit den einzelnen Kapiteln aufnehmen. Viele der Geschichten habe ich bereits als kleine Sprachnachrichten an meine Familie und Freunde verschickt und es hat unglaublich viel Spaß gemacht die Reaktionen zu sehen! „Ein Bisschen 中国 China“ scheint nicht nur Chinanerds zu interessieren, sondern auch Menschen, die mit China und Chinesisch wenig Kontakt haben. Mein Lieblingskapitel ist zurzeit „Mein Nachbar der Elefant“ welches von meinem in der Nacht furchtbar laut hopsenden Nachbarn handelt, den ich auf frischer Tat ertappt hatte und zur Rede stellte. Auch der Thermalbad Besuch in Shanghai, welcher mit vielen peinlichen Missverständnissen und einem roten Kopf begann ist eines meiner liebsten Kapitel im Buch. Bis so ein Buch jedoch wirklich fertig geschrieben ist braucht es sicher noch eine Weile, aber ich habe ja Zeit.

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Es sind vor allem die kleinen Absurditäten des Alltages in China, welche dieses Buch füllen werden, aber auch wie das mit dem Chinesisch Lernen alles angefangen hat, wo es mich hingeführt hat und wie der Lernprozess war und ist. Man hat bei Chinesisch niemals ausgelernt!

The Longest Way

Vermutlich ist der Weg des Chinesisch Lernenden einer der längsten, aber ich bin immer noch fleißig dabei ihn Schritt für Schritt zu gehen. Fleiß ist ein wichtiger Begriff, denn Chinesisch lernen kann jeder, davon bin ich überzeugt, mit großer Intelligenz hat das wenig zu tun, nur die Puste darf einem beim Lernen nicht ausgehen und man muss einen gewissen Ehrgeiz und Fleiß entwickeln. Das alles habe ich (nur die Geduld fehlt manchmal!) und deshalb kämpfe ich mich zur Zeit durch Christoph Rehages Buch „The Longest Way“ auf Chinesisch. Es ist genial, auch wenn ich bei vielen Abschnitten nur 火车站 Bahnhof verstehe.

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Was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe, das ziehe ich auch durch.

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Mit den besten Grüßen ans andere Ende der Welt! Bis bald in neuer Frische!

Jorinde

Au revoir tristesse!

Hallo zusammen! 大家好!

Schon hat der Dezember begonnen und es sind bereits über 3 Monate seit Beginn meiner Zeit in China vergangen. Es geht mir gut hier und ich glaube, langsam bin ich wirklich angekommen. Ein Glück, dass ich ein ganzes Jahr in Shanghai bleiben darf, auch wenn ich so manches Mal gerne in einen Flieger nach Hause steigen würde. Manchmal überkommt mich kurzzeitiges Heimweh, auch wenn ich mir Heimweh eigentlich nicht leisten kann.

Dafür ist die Zeit hier doch zu kostbar und zu einzigartig, oder wie eine chinesische Weisheit sagt:  „Mit Sehnsucht im Herzen, schätzt man die Dinge in der Ferne mehr.“ (Frei nach Joxinyu Wiexu eine alte chinesische Dichterin) Ein bisschen Sehnsucht nach zu Hause gehört außerdem dazu und es ist gut so wie es ist.

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Ein bisschen Natur mitten auf dem Campus

Ehrlich gesagt, ist das Leben hier oft anstrengend und nicht sonderlich entspannt, aber ich versuche das Beste aus allem zu machen. Hinter den Kulissen passiert vieles, das nicht hierhin gehört, aber es geht mir wie schon gesagt trotzdem gut.

Das Leben rollt und ich rolle mit.

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Wintertage in Freiburg

Letzte Woche passierten viele Dinge, die mich zum Schmunzeln gebracht haben und die Tristesse der letzten Zeit verblassen ließen. Über diese Dinge werde ich nun berichten, auch wenn es nicht zu allen Geschichten Fotos gibt. (Kopfkino bitte anschalten!)

Da war zum Beispiel das Treffen mit meinem Tandempartner, den ich Sven genannt habe. „Das hört sich an, wie wenn du von deinem Hund redest.“, sagte ein Mädchen aus meiner Klasse. (Dem muss ich widersprechen!) Sven lernt erst seit 3 Monaten Deutsch und musste vor kurzem als Hausaufgabe einen Aufsatz schreiben mit dem Thema „meine Traumfrau“. Ich erwartete, dass er etwas in der Art von: „Meine Traumfrau ist hübsch, groß und hat schöne Augen.“, schreiben würde, doch er überraschte mich und schrieb doch tatsächlich: „Die Frau meiner Träume ist schön, aber das Aussehen ist nicht sehr wichtig. Viel wichtiger ist der Charakter.“ Diese Aussage war einfach herrlich und ich finde viele Männer könnten sich davon eine Scheibe abschneiden!

Käsespazieren

Beim gemeinsamen Essen in der Kantine sagte Sven, dass er gerne Käsespazieren essen würde und brachte mich damit ziemlich zum Lachen. „Käsespätzle meinst du?“, „Ah, ja genau!“, antwortete und musste über sich selbst lachen, als ich ihm erklärte, dass Käsespazieren ein sehr poetisches und vollkommen absurdes Wort ist. Es macht mir sehr viel Spaß jemanden beim Deutsch lernen zu begleiten und ich bin ganz erstaunt wie schnell Sven Fortschritte macht. Er hat vor kurzem auch meine Mitschüler beeindruckt, weil er nach so kurzer Zeit bereits Deutsch sprechen kann.

Deutsch lernen in ganzen Sätzen

In seinem Deutschbuch werden alle Vokabeln in ganze Sätze verpackt und ich bin der festen Überzeugung, dass nur das Sinn macht. Denn selbst wenn man in einer Fremdsprache 1000 einzelne Wörter gelernt hat, so heißt das noch lange nicht, dass man sie in Sätzen verwenden kann. Er überrascht mich so manches Mal mit seinen Nachrichten und so erhielt ich eines Tages als Antwort, ob wir uns treffen könnten, eine Nachricht in der: „Ja, freilich.“ stand und hörte dabei einen Bayern, der „Jo, freilich.“ sagt. Herrlich!

Rindertee

Zuhause trinke ich viel Tee, meine Familie kann in dieser Hinsicht locker mit den Engländern mithalten, denn bei uns gibt es jeden Nachmittag eine große Kanne Schwarztee mit Milch.

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Auf Chinesisch heißt Tee mit Milch 奶茶 (=Milchtee). Das Wort für Milch besteht aus zwei Zeichen: 牛奶  Einmal Rind und Milch und wird mit dem letzten Zeichen abgekürzt. (das letzte Zeichen in Milchtee) bedeutet Tee. Vor kurzem wollte ich in einem Café Tee mit Milch bestellen und sagte: “我想要一杯牛茶。” , das bedeutet übersetzt: „Ich hätte gerne einen Rindertee.“ Die Verkäuferin schaute mich verwirrt und etwas perplex an und dachte sich sicher: „Die spinnen, diese Ausländer!“ Schnell wurde mir das Missverständnis klar und ich ergänzte 牛奶 Milch! “啊!奶茶,对吗?” „Ah, Tee mit Milch, stimmt´s?“ Ich nickte erleichtert.

黑得很漂亮 Schön schwarz gefärbt?

Im Unterricht beschwerten wir uns bei der netten Lehrerin über eine weniger nette Lehrerin. Ein Mitschüler sagte beruhigend: „Keine Sorge, es ist jetzt gar kein Problem mehr, dass sie nicht gut unterrichtet, denn einmal pro Woche halten nun Schüler den Unterricht. Das macht Spaß!“  “你黑得很漂亮。”, sagt unsere Lehrerin auf Chinesisch und wir verstehen nur die Schlüsselwörter (schwarz) und 漂亮 (schön; hübsch). “黑色的黑?” „Meinen Sie das schwarz von schwarzer Farbe?“, fragt Alex. Diese Methode benutzt man oft um sicher zu gehen, dass man dasselbe Schriftzeichen meint. Es gibt nämlich zu jeder Aussprache mindestens 5 (wenn nicht gar 20) verschiedene Schriftzeichen, die in unterschiedlichen Kombinationen ganz verschiedene Dinge bedeuten können.

Ja, sie meint das schwarz von schwarzer Farbe, bestätigt unsere Lehrerin nickend und wir können uns das Grinsen nicht verkneifen. In unseren Köpfen kommt nämlich: „Du bist schön schwarz gefärbt.“ an, denn wir kennen diese Grammatik Konstruktion nur von Sätzen wie: “你说得很好。” (Das hast du sehr gut gesagt.) Du bist schön schwarz gefärbt, ja warum eigentlich nicht? Dumm nur, dass ausgerechnet der Mitschüler zu dem sie gerade spricht aus dem Yemen kommt und dunkle Hautfarbe hat. Unpassend auch, dass sie 漂亮 (hübsch) sagt, obwohl man diese Art von hübsch nur für Frauen verwendet und er ein echter Kerl ist zu dem dieses Wort einfach nicht passt.

Was ist denn los?

Wir alle brechen in schallendes Gelächter aus, vor allem unser Mitschüler kriegt sich gar nicht mehr ein vor Lachen. Unsere Lehrerin schaut uns erst völlig verdattert an und fragt dann sichtlich verwirrt: „Was ist denn los mit euch?“ Plötzlich dämmert ihr das Missverständnis und sie läuft schlagartig puterrot an. „Nein, nein! So meine ich das nicht, ich meine… Mensch! Ich meine etwas anderes, hört zu!“ Es stellt sich heraus, dass der Ausdruck gar nicht „schön schwarz gefärbt sein“ heißt, sondern dass es sich um einen modernen Ausdruck für das Wort „kritisieren“ handelt. Etwas elegant kritisieren wird umschrieben mit: „etwas schön schwarz machen„. Was für ein herrliches Missverständnis!

Der Moment, wenn du…

Zu Beginn des Semesters sah ich in der Mensa einen Chinesen, der ein cooles T-Shirt trug mit dem Spruch: „Der Moment, when du start thinking in zwei Sprachen.“ Aus Neugierde sprach ich den Jungen an. Es stellte sich heraus, dass er und alle seine Freunde am Tisch Deutsch lernten und prompt wurde ich zu einem gemeinsamen Essen in den nächsten Tagen eingeladen. Ich war ziemlich überrascht und freute mich endlich mal typisch Chinesisch zu essen.

Feuertopf Überraschung

Wir trafen uns ein paar Tage später in einem Feuertopf Restaurant und unterhielten uns wunderbar wenn auch mit Händen und Füßen, denn ich konnte noch nicht gut auf Chinesisch sprechen. Der Tisch wurde mit tausend Köstlichkeiten bedeckt und die Jungs waren unsere Schwenkmeister und ließen die einzelnen Zutaten jeweils in der Brühe köcheln um sie uns Mädchen dann in die Schüsseln zu geben. So weit so gut.

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(Quelle: Baidu)

Lecker schmecker After

Voller Eifer benannte Henry auf Deutsch was immer er gerade kochte: „Lecker Gemüse!“ „Hier ist Kartoffel.“ „Hier ist After, lecker After. Bitte WAS?! Hatte ich gerade After gehört? Ich bin wirklich hart im Nehmen und habe auch die für meinen Geschmack gruseligen Hühnerfüße probiert, aber Rinderafter, da hört bei mir jede Liebe auf. Die Jungs diskutierten kurz auf Chinesisch, schlugen das Wort im Wörterbuch auf dem Handy nach, ganz sicher schienen sie sich nicht zu sein und sagten dann aber bestimmt: „Ja, After. Sehr gut! Möchtest du probieren?

Zuviel des Guten

Nicht mit mir.„, dachte ich und bereitete mich innerlich darauf vor dankend abzulehnen bevor der sagenumwobene Rinderafter in meiner Schale landen würde. „Entschuldigung. Schwanz! Das ist Schwanz!“, sagte Henry wenige Sekunden später und ich begutachtete das gute Stück. Es war in der Tat Rinderschwanzsuppe, für Vegetarier sicherlich ein Gräuel, aber durchaus auch in Deutschland ein sehr beliebtes Essen! Ich war so dankbar darüber keinen After runterwürgen zu müssen, dass ich danach sogar ohne Murren gekochten Koriander aß, obwohl dieses Kraut für mich wie gekochte Wanze schmeckt.

Universelle Willkür

Nach dem Unterricht lief ich an einem Nachmittag vor der Deutschen Bibliothek auf dem Campus der Tongji Universität Thomas Derksen in die Arme, der in Shanghai mit seiner Frau lebt und hier ein sehr bekannter Youku (das chinesische Youtube) Star ist. Er macht äußert originelle Videos in denen er astreines Chinesisch spricht, meistens Frauenrollen spielt und nicht nur Chinesen auf humorvolle Art und Weise unterhält.

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(Quelle: Baidu)

Ich schrieb Thomas vor einem Monat per Mail wie klasse ich seine Videos finde und erzählte ihm von meinem Blog. Als wir uns in Shanghai trafen, erkannte er mich wieder und brachte mir gleich ein chinesisches Sprichwort bei: “鬼使神差” Das bedeutet soviel wie: „ein kurioser Zufall“ Hier ist ein Beitrag von Thomas auf Weibo (dem chinesischen Facebook) und ich glaube es war kein Zufall, dass ich diesen Beitrag auf seiner Seite entdeckt habe.

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(Quelle: Weibo 阿福 Thomas)

Metro TV

Er ist übrigens seit kurzem überall in der Metro von Shanghai zu sehen. Dort laufen immer kleine Video Clips ab und ich freue mich sehr für ihn, dass er hier so durchstartet! Viel Erfolg weiterhin! 加油!加油!加油!

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(Quelle: Weibo Metro TV mit 阿福 Thomas)

Es war tatsächlich ziemlich verrückt Thomas Derksen mitten in Shanghai über den Weg zu laufen und als ich meinen Eltern erzählte, dass ich ihn zwar getroffen hatte, aber nicht auf die Idee gekommen bin als Beweis ein Selfie zu machen, da sagten sie bloß: „Hat denn dieses Land gar nicht auf dich abgefärbt?“

Nackte Hochzeit 裸婚

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Zwei Tage später ging ich wieder nachmittags in die Deutsche Bibliothek hinein und war vergeblich auf der Suche nach einem Sitzplatz. Als ich gerade wieder gehen wollte, weil ich weit und breit keinen freien Platz fand, entdeckte ich bei der Treppe Sven Hänke, den Autor des Buches „Nackte Hochzeit“ und konnte meinen Augen nicht ganz glauben. Sein Buch habe ich letztes Weihnachten geschenkt bekommen und meine gesamte Familie samt Oma hat es mit viel Spaß gelesen und an unzählige Freunde, Bekannte und Verwandte weiter verschenkt.

Ich hatte Sven Hänke zuletzt bei einer Lesung in Freiburg getroffen und wusste, dass er mittlerweile mit Frau und Kind in China lebt, jedoch mit Sicherheit nicht in Shanghai. Es stellte sich heraus, dass Thomas Derksen und Sven Hänke beide an zwei verschiedenen Tagen einen Vortrag in der Deutschen Bibliothek gehalten hatten und es sie deshalb auf den Campus der Tongji Universität verschlagen hatte. „Liebe Grüße unbekannterweise an deine Eltern und deine Oma.„, sagte Sven Hänke zum Abschied. Irgendwie verrückt und auch dieses Mal vergaß ich im Eifer des Gefechts ein Foto zu machen. Man trifft sich immer zweimal im Leben, in diesem Falle wohl die Wahrheit.

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Sven Hänke in Freiburg (Foto für meine Oma)

Spiderman in Shanghai

Als ob all diese Zufälle nicht schon reichlich genug wären, rollte eines Tages Spiderman an mir vorbei. Ja genau der Spiderman! Der echte!

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Verfolgungsjagd durch Shanghai

Was mich aber viel mehr erstaunte, als dass Spiderman gerne Inline Skate fährt, war die Tatsache, dass es einfach niemanden interessierte. Nur wenige Passanten drehten sich um, obwohl mir gesagt wurde, dass Spiderman in China sehr wohl bekannt ist. Er setzte sich sogar in aller Seelenruhe auf eine Bank mitten in der Fußgängerzone Shanghais und es störte niemanden. Nur ein paar Ausländer lachten Tränen als sie ihn entdeckten. Ich ließ es mir nicht nehmen und verfolgte Spiderman 20 Minuten lang durch die Innenstadt.

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Er war sehr schnell und flitzte mir immer wieder davon

Kommer I fra Danmark? Kommt ihr aus Dänemark?

Es sollte aber nicht die letzte zufällige Begegnung sein, die mich in dieser Woche glücklich machte! Lange habe ich nach Dänen hier an der Tongji Universität Ausschau gehalten, einfach weil ich Dänisch noch immer über alles liebe und ich jedes Mal wenn sich die Gelegenheit bietet furchtbar viel Spaß dabei habe Dänisch zu sprechen. Bislang hatte ich jedoch keine einzige Dänin oder Dänen getroffen. Das sollte sich auf einen Schlag ändern.

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Nur so ein kleines bisschen verrückt… Hvem er det?! (Wer ist das bl0ß?!)

Ich glaub mich knutsch ein Elch

An einem Tag schlenderte ich an einer nicht enden wollenden Schlange an chinesischen Studenten vorbei, die für irgendetwas mindestens 700 Meter lang mitten auf dem Campus anstanden. Am Ende der Schlange entdeckte ich ein Tickethäuschen, welches heißbegehrte Tickets für einen Sing- und Tanzwettbewerb verkaufte.

Ich blieb stehen und betrachtete fasziniert wie alle Studenten mit einer Seelenruhe darauf warteten, dass diese unfassbar lange Schlange an Menschen sich in Zeitlupe wenige Zentimeter nach vorne bewegte. Mit halben Ohr bekam ich: „You won´t understand that, you are Danish.“ mit und war plötzlich hellwach. Ein Däne? Hier an der Uni? Ich sprach ihn prompt an und ja, er war tatsächlich ein waschechter Däne. „Es gibt sie also doch hier!„, dachte ich mir und wusste nicht, dass es noch besser kommen sollte.

Was wenn sie Dänin ist?

Als ich an einem Abend gerade nach Hause gehen wollte, kamen drei Jungs ins japanische Restaurant, die in meinen Augen ziemlich Deutsch aussahen. Sie setzten sich genau neben mich, warfen mir einen flüchtigen Blick zu und murmelten dann in einer mir unverständlichen Sprache.

Plötzlich schnappte ich jedoch ein paar dänische Satzfetzen auf: „Was wenn sie Dänin ist?„, sagte einer. „Ach Quatsch, das kann nicht sein…„, sagte ein anderer. „Kommt ihr aus Dänemark?„, startete ich die Offensive und schaute in drei verwirrte Gesichter. „Keine Angst, ich bin keine Dänin, aber ich liebe Dänisch!“ Sie erzählten mir, dass sie bisher noch keine anderen Dänen auf dem Campus getroffen hatten. Ich dachte nur: „Vier Dänen auf einen Streich! Nicht schlecht, nicht schlecht.

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Heute ist Nikolaustag und ich werde jetzt in die Deutsche Bibliothek gehen und mit anderen Deutschen und Chinesen einen schönen Abend verbringen. Wer weiß, vielleicht wartet ja heute Angela Merkel dort? Oder etwa das Känguru von Gegenüber, oder das Gespenst des Kommunismus? Nichts ist unmöglich!

Ich wünsche euch eine schöne und ruhige Adventszeit!

Liebe Grüße,

Jorinde

Time is flying

Hello everyone! 大家好!

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There is a Chinese saying: 喜光似虎 „When your life is good, time flies as fast as a running tiger.“ (Warning: There is no Chinese saying like that, I just made it up together with Nanyou.)

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I am finally writing a new article in English!

I don’t know how to start this article… So much has happened since my trip to Beijing with Catherine in October and since my very first days in Shanghai. Nearly three months have already passed since I started living in Shanghai and the „time tiger“ is running without taking a breath. I feel like every new week is a new adventure and unexpected things happen.

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Looking back 

I guess the most important part of my life here in Shanghai are the Chinese classes every day and my  wonderful classmates. 🙂

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同学们好, 你们是最棒的!

I am attending Chinese classes in reading, writing and listening every day from 8 am to 12 am and although I am slowly catching up with my classmates in the D class, they are still better than me. I like to challenge myself and I hope that during the following weeks and months I can focus more on speaking Chinese and practice what I have learned so far!

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慢慢来!Take it easy. 

Just a little patience

For the moment I have to be more patient and give myself some time to get better. Chinese is not easy and I am not a genious and that’s ok. In the future I want to reach a level where I can write stories in Chinese and speak fluently without thinking about what I am going to say next and I will get there one day.

I just have to wait patiently like this cat and let the rain and the clouds pass. I let people rush by, who learn faster than me and take my time, going my own way. There is no need to pass the HSK exam 4 or 5 or 6 right now, because I am still in the learning process. As long as I keep studying and challenging myself I will only get better every day.

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Philosophy in Chinese

Last week I attended a presentation about the School of Athenes in the Sino German library and apart from learning more about Raphaels painting and the history of philosophy, I had an interesting experience. The professor was speaking in German and during his speech he combined it with the translation of some Chinese quotes.

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我明白了!can understand it!

It felt great, because that evening I managed to understand about 80 % of the Chinese quotes. There were still some characters that I didn’t understand, but at least I reached a level where I can try to guess the meaning of the unknown words.

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Chapter 10 of the textbook

If I want to understand 100 % of a text in my textbook, I need to look-up a lot of words in order to understand the text, but if there are too many unknown characters I have the tendency to feel like this:

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什么?!Whaaat?! 

Cookie story

I am a very serious student (most of the time) but sometimes I get creative. During one Chinese lesson I got inspired by my cookies and created this:

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Bird:Hey, can you help me?Ape:Sure!Sheep:Is this flower tasty? Rabbit: „Zzzz….  It is soo comfortable!Baby rabbits:Where did dad go?“ Lion:Ahrr… I want to eat you!

Learning like a child

This is why I love Chinese! I would never feel like drawing something like this in any other language I have learned so far, but because I started to learn Chinese in a way children learn the language and I have been struggling with the basics for a long time, I am still happy to be able to write those kind of simple sentences and get creative.

Big city life

Whenever I have free time or I don’t feel like studying, I go out and explore the city of Shanghai. There is still so much to see! After few hours of the colourful, noisy and crowded city center I am always happy to come back to Tongji University and enjoy the more calm and peaceful environment and visit the cats of our campus (I am a cat lady!) I feel grateful to have a place to stay in the dormitory on campus and I simply can’t imagine how life must be like, if you live in an appartment inside the city center. I miss the nature of Germany and Switzerland everyday, but at least we have some trees and a small lake on campus.

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Mum, can I please get one?“ „You are grown up, Jori.“ „No, I am not…

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Rush hour in Shanghai 

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Weekend trip to the French Concession in Shanghai with my friend Catherine

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Panorama view from one of the windows of my dormitory. (This is not what I see from my room everyday, I wish it was…)

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Awrrrr…This is our chubby, wonderful cat living in front of the dormitory number one.

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This is the cat living next to the tennis court. Every cat has a fixed place on campus and I fell in love with them!

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This is my most favourite cat and I call him Felix. He is great. It is a boy! I once thought it was a girl, but I was wrong. We met on a very rainy and cold day and he fell asleep in my arms that night. I can spent hours with this cat, he is so cute 太可爱了

Danke Mama 🙂

First of all I have to say a huge: “THANK YOU MUM, YOU ARE THE BEST! 妈妈, 谢谢你, 你最棒!”, because I received so many wonderful packages in the past week with winter clothes, small things that I needed from home and chocolate 巧克力 from you! Tusind tak fra hjertet!

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Adventskette 

The best surprise was a home made Advent calender (we call it „Adventskalender“ in German, but this special kind of Advent calender is called „Adventskette„). It makes me so so so So happy! 让我非常高兴! I can still remember that I once told my mum: „I am grown up now, I don’t need this anymore.„, nevertheless my mum surprised me this year with a huge 2kg package full of small presents for each day of December! I tried to explain the German tradition of the Advent calender to the nice lady 阿姨 at the reception who gave me the packages, but I failed… Sometimes it is still hard to explain in Chinese what I want to express!

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The small packages are now decorating my room and I feel like Christmas is coming soon.

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Can you still remember my wall of vocabulary sheets? It is continuosly growing and has now reached my bed. I can now learn Chinese while sitting on my bed!

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My Chinese Learning Process

Since the first week I tried to regularly sit down in front of my camera and talk about the things that happened to me during the week. I think it is a great way of practicing to speek Chinese and I am really looking forward to listen to the recordings in some months or years. I can already feel a difference between the first few weeks and now. Despite all the progress I made so far, I am still doing a lot of mistakes and I have the tendency to use Chinglish when I am talking, (Chinese mixed with English) but I guess that is part of the game and it makes it very funny to listen to. 🙂 

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Here I am explaining the German word for glove „Handschuh“ (Hand = hand; Schuh = shoe) Hand + Schuh = Handschuh (handshoe)

Sometimes I like to send the videos to my parents and ask them what I am talking about. They don’t understand Chinese and when I sent them the video with this lion, my dad wrote me: „That was easy. Catherine nearly got eaten by a lion, but she survived it!“ I have to admit this is clever 聪明,but wrong 但是不对🙂

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There is still a lot to write about and share, but I will save some things for my next article. I hope to write more and more 越来越多 articles in English, so that all of you can be part of my experiences here in Shanghai!

Greetings to all of you!

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Der Himmel über Shanghai

Er ist grau.

Hallo zusammen! 大家好!

Schon hat der November begonnen und ich lebe nun bereits ganze 2 Monate in Shanghai. Nach der großen Begeisterung zu Beginn über die aufregenden neuen Dinge in China, dem danach einsetzenden Alltag, der durch die kurze Zeit im Krankenhaus unterbrochen wurde, bin ich nun in einem Stadium angekommen bei dem es Zähne zusammen beißen heißt und atmen nicht vergessen.

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                          M3 Maske für frische Bergluft  -hust-

Das Foto sieht dramatischer aus als es ist. Viele Chinesen tragen diese Maske mit eingebautem Filter, um den Feinstaub nicht direkt in die Lunge gepustet zu bekommen. Ich freue mich zu Recht über jeden Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein, denn es wird nun eine Zeit lang grau bleiben und oft regnen.

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Aussicht von meinem Klassenzimmer an einem sonnigen Tag in Shanghai

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Mein Lieblingsplatz am Fenster in der Pause

Abgesehen von grauen Wolken quoi de neuf? Was gibt es Neues?

Wie die alten Chinesen schon sagten…

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Prüfungsvorbereitungen mit dem schönsten Cappuccino der Welt 

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Diese Woche stehen 4 Prüfungen in den einzelnen Fächern an der Sprachschule an. Es ist wie verhext! Obwohl ich endlich ein gewisses Niveau erreicht habe und ich mich einigermaßen anständig auf Chinesisch ausdrücken kann, verstehe ich schon wieder nur Bahnhof, weil wir gefühlte tausend chinesische Sprichwörter auswendig lernen müssen. Diese Sprichwörter bestehen meistens aus 4 Zeichen (oder mehr) und haben trotz ihrer komprimierten Form eine ausführliche Bedeutung.

20161107_085020_002.jpgGegen den Strom rudern, oder zurückfallen (oder so ähnlich)

逆水行舟,不进则退 nìshuǐ xíngzhōu Dieses Sprichwort bedeutet beispielsweise: „Es ist wie wenn man gegen den Strom rudert und wenn man aufhört sich zu bewegen, dann fällt man zurück“. Die Lehrerin vergegenwärtigte uns die Bedeutung mit einer kleinen Zeichnung an der Tafel. In der Pause konnte ich es mir nicht verkneifen und hauchte dem Strichmännchen in dem Boot etwas mehr Leben ein.

Mit großen Augen schaut das Männlein jetzt nach oben. Auf dem Wasser steht geschrieben: 学习汉语的过程 was soviel bedeutet wie: „Chinesisch Lernprozess“ und oben neben dem Stern steht 考试 „Prüfung“. Ich fand es sehr passend diese zwei Worte der Zeichnung hinzuzufügen, denn ein Teil unserer Prüfung bestand aus über 80 dieser Sprichwörter und das Lernen fühlte sich an wie Kanufahren im Walensee. Es ging einfach nicht voran.

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Gegen den Strom rudern, oder in einem See rudern ist ähnlich anstrengend (Foto: Weesen)

Augen zu und durch

„Hab ich ne Wahl?“, frage ich mich manchmal und höre Marc-Uwe Klings Stimme in meinem Kopf: „Wir fragen dich nicht.“ „Ratzupaltuff.“

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Hundemüde

Wer glaubt, dass mir Chinesisch Lernen immer Spaß macht, dem sei gesagt: Das macht es nicht. Momentan ist es sehr mühsam und die Fortschritte, die ich mache sind mir noch immer zu klein. Letzten Freitag habe ich mein erstes Chinesisch Tandem getroffen, eine Germanistik Studentin an der Tongji Universität, die im März in München studieren möchte.

Nach dem Unterricht und allen Hausaufgaben, die wir für die einzelnen Fächer erledigen müssen, bleibt wenig Zeit für Tandemstunden, aber ich werde versuchen mehr Zeit dafür zu finden. Denn es gibt nichts schlimmeres als über Büchern und Sprichwörtern beim Lernen einzuschlafen, davon wird man auch nicht schlauer. Zusammen lernt es sich immer besser und man bleibt auf jeden Fall wach!

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Schlafen in der Bibliothek 

Göthe kann Englisch

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In der Deutschen Bibliothek an der Uni gab es anlässlich des offiziellen Besuchs von BAYER frische Blumen auf den Tischen und schöne Karten mit Zitaten von Göthe und Schiller. Ich wusste nicht, dass Göthe bereits Anglizismen in seine Werke hat einfließen lassen. Vivianne (meine Tandempartnerin) erzählte mir, dass es schon einmal solche Karten gegeben hat mit Zitaten von deutschen Dichtern.

Ein deutscher Student hatte wohl nichts Besseres zu tun, als die Fehler kurzerhand mit einem roten Stift zu markieren und zu verbessern. Da muss ich mich manchmal für meine Landsleute fremdschämen. Ich selber mache so viele Fehler beim Chinesisch Schreiben und Deutsch ist nun mal auch keine leichte Sprache. Solange man über Fehler lachen kann und sie nicht gleich mit einem roten Stift markieren muss, ist alles gut. Fehler sind doch niedlich!

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„Sagen Sie ihm, daß er die Träume seiner Jugend nicht vergessen soll, wenn er ein Mann geworden.“ Friedrich Schiller- Werk: Marquis von Posa zur Königin (Don Carlos)

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Die chinesische Übersetzung ist übrigens ganze 9 Zeichen lang. Da lohnt es sich doch weiterhin fleißig zu lernen, wenn man ein Zitat von Göthe auf Chinesisch mit bloß 9 Wörtern wiedergeben kann. Es ist verrückt wie viele Wörter wir auf Deutsch benötigen um das auszudrücken, was wenige chinesische Schriftzeichen an Bedeutung in sich tragen!

-Themawechsel- Die Prüfungen sind noch nicht vorbei, doch mir kommen die Schriftzeichen bereits zu beiden Ohren raus. Manchmal statte ich zur Abwechslung der Katzeninsel einen kleinen Besuch ab und erlebe ab und zu schnurrige Überraschungen.

Katzenbabys auf dem Campus

Unsere Campuskatzen sind in der Regel ausgewachsen, aber es gibt drei kleine Babys, die manchmal aus dem Gebüsch kommen. Dieses äußerst niedliche Exemplar kam schnurstracks auf meinen Schoß gekrabbelt und steckte sein Köpfchen tief in meine Wolljacke. Auf der Suche nach Milch tastete es mein T-Shirt ab, wurde aber nicht fündig.

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Sonnen und kuscheln

Die meisten Katzen hier sind echte Wildfänge und haben großen Respekt vor Menschen, doch dieses kleine Ding hier vergaß jede Angst, als es sanft schnurrend in meinem Arm eindöste und mich mit seinen kleinen Samtpfoten anstupste, um herauszufinden ob sich nicht doch noch irgendwo Milch verstecken könnte. Das habe ich leider wirklich nicht im Angebot. Die Katzen werden zum Glück regelmäßig gefüttert.

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Wie geht schnurren auf Chinesisch?

Der König der Katzeninsel

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Deutsches Essen 德国菜

Wir alle mussten letzte Woche im Sprachunterricht eine Präsentation über Essen in unserem Heimatland halten. Als ich sagte, dass man in Deutschland viele Gerichte mit Kartoffeln zubereitet, sagte meine polnische Klassenkameradin sehnsüchtig „Hm.. Kartoffeln..“ und als ich die Lebkuchen Tradition in Deutschland vorstellte hörte man aus der letzten Reihe ein „Hmmmm… Lebkuchen, das haben wir auch!“

Mohnbrötchen und jede Menge Salat

Auch das Mohnbrötchen weckte Sehnsüchte bei einer Klassenkameradin, die in Deutschland studiert. Wie normal es für mich ist fast täglich frischen Salat zu essen, ist mir erst aufgefallen, als Salat eine Ausnahme in veganen Restaurants wurde, die ich nur selten besuche. Die Salatschüssel sieht eher aus wie wenn sie für eine ganze Familie konzipiert wurde, so groß ist sie. Sicher dachte sich der Restaurantbesitzer „Diese Ausländer.. wir müssen genug Salat anbieten, das mögen sie sicher.“ Wie Recht er damit hatte! Und für ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte würde ich gerade vieles geben! Ich habe sie ja schon im chinesischen Fernsehen „mit viel Leidenschaft“ (so der Titel) angepriesen. (Hier ist das Video  (过桥”积分赛 德国美女生动解释“蛋糕”含义) meine Schwarzwälder Kirschkuchen Lobesrede fängt bei 14:50 an, ich war die Nr. 9)

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Germese (German + Chinese)

Immer wieder rede ich mit Catherine in Germese, eine Mischung von Deutsch und Chinesisch. Das passiert uns auch beim Englisch reden. Dieses sprachliche Phänomen ist als Chinglisch (Chinese + English) bekannt. Germese hört sich so an:

  • Das ist so mafan 麻烦。  → Das ist so mühsam!
  • Diese Suppe ist la 辣。  → Diese Suppe ist scharf.
  • Und ich habe einfach ting bu dong 听不懂。 → Und ich habe einfach nichts verstanden.
  • Ich muss noch für das tingxie 听写 lernen. → Ich muss noch für das Diktat lernen.
  • Das ist echt qiguai 奇怪。→ Das ist echt komisch.
  • Ich finde das nicht limao 礼貌。→ Ich finde das nicht höflich.
  • Ich habe schon fast alle hanzi 汉字 gelernt. → Ich habe schon fast alle Vokabeln gelernt.
  • Lass uns xiuxixiuxi 休息休息 → Lass uns kurz ausruhen!
  • Wir können heute zusammen fuxifuxi 复习复习。→ Wir können heute zusammen lernen.
  • Es ist sehr kunnan 困难。→ Es ist sehr anstrengend.
  • Ich habe alles versucht, mei banfa 没办法。→ Ich habe alles versucht, aber es ist nichts zu machen.

Ich verabschiede mich hiermit und hoffe, dass es euch da draußen gut geht! Übrigens bin ich fleißig am Videos drehen hier, weiß aber noch nicht wann und wie ich dieses Material verwende in der Zukunft. Ich versuche seit Beginn des Semesters einmal pro Woche vor der Kamera mindestens 5 Minuten auf Chinesisch zu sprechen über all die Dinge, die während der Woche passiert sind. Das ist herrlich, denn in den zwei Monaten in China habe ich viel dazugelernt und höre bereits jetzt meine Fehler vom Beginn heraus. Ich kann es kaum erwarten, diese Videos in ein paar Monaten wieder anzuschauen!

Liebe Grüße,

Jorinde

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Kleiner Ausflug ins Grüne, mitten in der Stadt

Bis zum nächsten Mal! 🙂

Sommer ist was ist deinem Kopf passiert

Winter is coming 🙂

„Winter is coming.“, raunt meine Zimmernachbarin Jannat mir zu und ich verstehe zunächst nicht, dass dies ein Insider aus Game of Thrones ist. Ja der Winter kommt bald, auch wenn er in Shanghai nicht ganze 10 Jahre dauern wird. Es wird trotzdem jeden Tag kälter, umso wichtiger, dass Sommer in meinem Kopf ist.

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„Jetzt ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ich hab das klar gemacht:
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.“  

Wise Guys (Jetzt ist Sommer)

Ich glaub mich tritt ein Pferd

Im Chinesisch Unterricht war ich um 8 Uhr morgens zu müde für Grammatik Übungen und hörte nur mit einem Ohr bei den Beispielsätzen zu. “我准备一个马拉松。”,sagt Evan und ich verstehe nur die Hälfte, weil ich das Schlüsselwort des Satzes “马拉松” mǎlāsōng (Marathon) nicht kenne. In meinem Kopf kommt nur der erste Teil des Satzes an und Evan sagt: „Ich bereite einen *piep* vor.“

Das passiert mir sehr oft, denn immer wenn ich ein chinesisches Wort nicht kenne wird der Satz zu einem unvollständigen Puzzle, weil ganze Satzbausteine fehlen. „Ein Halbmarathon, oder ein Marathon?“, fragt die Lehrerin Evan und ich verstehe bloß: „Ein *piep* oder ein *piep* ?“ und dabei schreibt sie die Abkürzungen für Marathon an die Tafel:  全马  (Marathon) und 半马 (Halbmarathon). „Ein *piep*.“ antwortet Evan. Fassungslos schaue ich an die Tafel, denn dort steht das Zeichen für Pferd: einmal mit dem Wort davor was so viel wie „ganz, vollständig“ bedeutet und einmal mit dem Wort davor was „halb, die Hälfte“ bedeutet.

全马   Ein ganzes Pferd   半马  Ein halbes Pferd

„Was zum Himmel bereitet Evan vor? Was hat er mit einem Pferd am Hut und warum nur ein halbes Pferd und gibt es überhaupt halbe Pferde?“, geht es mir durch den Kopf und: „Die spinnen die Chinesen, halbe Pferde, das ist doch verrückt.“ Entgeistert drehe ich mich um und frage Anna was es bitteschön mit dem halben Pferd auf sich hat.

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„Das ist kein halbes Pferd Jori, das heißt Halbmarathon!“, klärt Anna mich auf. „Marathon?“, frage ich ungläubig „Wie kommst du denn auf Marathon?“, hake ich nach. „Es ist die Abkürzung von Marathon! 马拉松 mǎlāsōng.“, wiederholt sie und mir geht langsam ein Licht auf. Ich muss über mich selber lachen, erst leise, dann immer glucksender und irgendwann laufen mir die Tränen über die Wangen und ich fange laut an zu prusten. Ich entschuldige mich und verlasse das Klassenzimmer, weil ich vor lauter Lachen keine Luft mehr bekomme. Draußen entlädt sich alles und ich laufe lachend und schwankend den Flur entlang ins Badezimmer um mir die Lachtränen mit kaltem Wasser wegzuwischen. Als ich wieder im Klassenzimmer bin, hat mein halbes Pferd Missverständnis bereits die Runde gemacht und seit diesem Tag schaut mich der ein oder andere manchmal mit verschmitztem Grinsen an und sagt: “ Jori:马拉松 Marathon.“

Meine große Mauer in China

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Vokabelblätter als Zimmerdeko

In der ersten Woche schon hatte ich die Idee meine Vokabelblätter an die Wand zu kleben. Das ist zwar theoretisch verboten, sieht aber trotzdem schön aus! 🙂 Woche um Woche wächst die Vokabelwand um mindestens 3 Blätter und mein Plan ist es meine komplette Zimmerhälfte inklusive Decke mit Vokabelblättern zu tapezieren. Das ist verrückt? Ich weiß.

Die Wand der Emotionen 

Im Gebäude der Deutschen Bibliothek auf dem Campus habe ich vor kurzem die Wand der Emotionen entdeckt. Was zum Kuckuck ist bitte eine Wand der Emotionen? Nun, es stellte sich heraus, dass dort chinesische Studenten über das Leben in Deutschland und ihre Gefühle in Deutschland berichteten. Die Wand der Emotionen stimmte mich sehr emotional.

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Chinesische Handschriften sind noch immer schwer zu entziffern

Wäre ich Herr meiner Sinne, ich ließe sie frei

Das Chinesisch Lernen ist definitiv eine zeitaufwändige Angelegenheit und auch wenn ich noch immer froh bin guten Unterricht an der Sprachschule zu haben, so hält sich die Vorfreude auf jede neue Lektion sehr in Grenzen. Nächste Woche packen wir zum Beispiel zwei Lektionen in eine Woche, weil danach Prüfungen sind (Die Logik möge mir jemand erklären!) und ich „freue“ mich somit auf 140 neue Wörter in einer Woche.

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Siebenmeilenstiefel

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Foto (Quelle: Fotocommunity)

Ich hätte gerne Siebenmeilenstiefel made in China mit denen ich pro Tag riesige Fortschritte machen könnte. Alles geht so langsam voran, das macht mich wahnsinnig! Jemand schrieb mir vor kurzem: „Versuch auch mal locker zu machen. Chinesisch lernt man halt nicht so schnell.“, aber ich will schnell lernen! Es fuchst mich, dass ich noch immer nur kleine Geschichten schreiben kann und zum Beispiel keinen einzigen Witz auf Chinesisch erzählen kann.

Ein Job als Pandabär?

Vor kurzem erhielt ich die Nachricht, dass ich einen Schreibwettbewerb an der Uni gewonnen habe. Wir sollten unsere Eindrücke von Shanghai beschreiben und mit einigen Fotos einen bunten Beitrag gestalten. Das Schreiben fiel mir relativ leicht und das ist ein gutes Zeichen und lässt mich zumindest kleine Fortschritte spüren. Was mich wohl als Preis erwartet? Meine Eltern meinten es könnte für mich dabei ein Badeurlaub im Mekong Delta rausspringen, oder ein Job im Kaufhaus als Pandabär. Letzteres würde ich wohl dankend ablehnen.

Hier ein kleiner Einblick in meine letzte schriftstellerische Meisterleistung:

我的自行车被偷了! Mein Fahrrad wurde geklaut. (Übersetzung für Langnasen)

„Eines Tages war ich in Freiburg Fahrrad fahren und führte dabei meinen kleinen Hund Rumo aus. Wir kamen an einem besonders schönen Ort an: Es sah sehr interessant aus und ähnelte einem Berg. Ich lief neben Rumo her und vergaß dabei mein Fahrrad abzuschließen. Wir beide liefen sehr glücklich den Hügel hoch, die Aussicht war wunderschön! (Sprechblase: „Wunderschön!“) Als wir die Spitze des Hügels erreicht hatten, sah ich mein Fahrrad nicht mehr. Zwei Minuten später ging ich zurück zu meinem Fahrrad, aber ich entdeckte dass es nicht mehr da war! (Sprechblase: „Was soll ich machen?“) Sehr wütend sagte ich zu Rumo: „Du musst den Dieb schnappen!“, aber Rumo verstand nicht was ich sagte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Dieb sich schon längst davon gemacht. (Sprechblase: „Wuff! Wuff!“, „Was macht sie da?“, „Wuff! Wuff!“ und „Wo ist Jori hingegangen?“) Ich suchte lange Zeit nach meinem Fahrrad. Ich suchte weit und breit, aber leider fand ich das Fahrrad nicht. Ich hört nicht auf zu suchen, um 10 Uhr abends beschloss ich nach Hause zu gehen und mich auszuruhen.“

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Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit in Freiburg

Post aus Schottland

Diese Woche kam ein Brief bei mir an auf den ich jeden Tag sehnsüchtig gewartet habe.

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Post nach China 

Von einer lieben Freundin bekam ich den ersten Brief aus Europa geschickt und ich habe einen kleinen Freudentanz vor dem Briefkasten hingelegt als ich ihn endlich in der Hand hielt. Die Putzfrau, die neben mir stand und mich mit großen Augen anschaute, durfte gleich Alinas Schriftzeichen begutachten und sagte so etwas in der Art wie: „Ganz toll! Das ist wirklich ganz ganz toll!“, nachdem ich ihr erklärt hatte, dass meine Freundin gar kein Chinesisch kann. „Das ist wirklich die verrückteste Adresse, die ich in meinem Leben geschrieben habe.“, schrieb mir Alina und ich bin fasziniert von ihrem Mut es einfach zu tun:

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Wer schreibt denn noch Briefe?

Ich werde nie vergessen wie ein Kommilitone von mir mich im Zug nach Paris ungläubig anschaute während ich einen Brief (auf Papier!) schrieb und er mich daraufhin fragte „Machst du davon dann ein Foto?“ „Nein.“, sagte ich. „Das ist ein Brief.“ „Ja das sehe ich, aber wer macht denn sowas? Ich schreibe nur meiner Versicherung Briefe.“

Wen es also in den Fingern juckt auch mal Post nach China zu verschicken, der möge mich bitte in einer Nachricht persönlich danach fragen. Ich gebe sie euch gerne! 🙂 Hier ist schon einmal der Anfang meiner Adresse in Shanghai zum Ausdrucken und Aufkleben, zum Striche Abmalen oder einfach als kleine Herausforderung für zwischendurch:

维若云 (Jorinde Wiese)

中国上海市

Klub der Kalligrafen

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Jeder hat mal klein angefangen

Am Freitag Abend schwinge ich nun regelmäßig und sehr andächtig den Kalligrafie Pinsel und genieße die ruhige Atmosphäre im Kalligrafie Verein der Universität. Über 40 Studenten üben sich dort jede Woche in Kalligrafie und wenn man genau hinhört, dann kann man die Tusche knistern hören, so leise ist es. Ab und zu bekomme ich gute Ratschläge von älteren Semestern und bin erstaunt wie einfach und flüssig ihnen die Striche von der Hand gehen, während ich fünfzig Mal den gleichen Strich üben muss, bis er einigermaßen anständig aussieht.

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Übung macht den Meister

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书法家维若云 🙂  Kalligrafie Meisterin Jorinde Wiese 

Sonne tanken in der 10 Minuten Pause

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Ich verabschiede mich nun, nehme es ruhig und gelassen, strecke meine Nase in die Sonne, wann immer sie auftaucht (mein Lieblingsplatz in der Pause ist das Fenstersims). Ich trotze an stürmischen Regentagen dem Wetter und singe dabei „I am singing in the rain.“ Ich gebe nicht auf im ewigen Kampf mit den Zeichen, werde es nicht müde Strich um Strich um Strich zu schreiben und glaube fest daran, dass es vorwärts geht. Langsam, aber beständig!

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休息休息 Chillen

Liebe Grüße aus Shanghai!

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Jori

Zum Sterben bitte links entlang

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Von der Bühne in die Notaufnahme

An einem Abend in Shanghai überschlugen sich die Dinge. Gerade noch hatte ich bei einem riesigen Treffen mit ungefähr 200 Chinesen und Ausländern ausgelassen zu Shakiras „Waka Waka This time for Africa“ getanzt, eifrig Wechat Kontaktdaten ausgetauscht und dabei zwei Mädchen getroffen, die von mir mit möglichst großen und gut aussehenden Ausländern verkuppelt werden wollten. Eine Vietnamesin sprach perfekt und völlig akzentfrei Deutsch, sodass ich dachte sie sei Deutsche und eine Chinesin stellte sich mir gleich drei Mal hintereinander vor, weil das die einzigen Sätze waren, welche sie auf Deutsch sagen konnte, irgendwie niedlich! Außerdem traf ich einen Nicolai von dem ich aufgrund des Namens dachte er könnte Däne sein, doch er kam wie so viele andere hier auch aus Deutschland.

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Laute Musik und viel Geschrei

Die Stimmung war sehr gut an diesem Abend, auch wenn es äußerst 热闹 (laut und lebendig) war und mir fast die Ohren abgefallen sind bei der Lautstärke der Mikrofone und der Musik, die im Hintergrund lief. Eine Gruppe Ausländer fand sich zusammen um zu dem Lied 小苹果 (kleiner Apfel) zu tanzen, doch ich lehnte dankend ab. Dieser zweite Tanz hätte mir an diesem Abend wohl endgültig den Rest gegeben.

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Plötzlich ging alles schnell

Wenige Stunden später ging es mit dem Taxi in die Notaufnahme des nächsten großen Krankenhauses in der Nähe der Uni. Geplant war das nicht und Spaß hat es auch keinen gemacht und um es vorweg zu nehmen: Ich bin auf dem Weg der Besserung, keine Sorge! Ich bin unglaublich dankbar, dass ich an diesem Abend und der darauf folgenden (langen) Nacht nicht alleine war, sondern begleitet wurde von einer guten Freundin und einem Chinesen, der seine Hilfe angeboten hatte ohne mich zu kennen, doch selbst unser chinesische Freund war mit der Organisation im Krankenhaus heillos überfordert.

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Zum Sterben bitte nach links

„Zum Sterben bitte nach links in Zimmer 312 ah nee.. doch nach rechts, aber dann bitte noch ein Stockwerk höher und überhaupt müssen sie das erst Mal bezahlen.“, sagt die Dame an der Rezeption.

„Ich will hier nicht sterben.“, sage ich.

„Ach sie wollen leben? Ja wenn das so ist, nun dafür müssen sie erst einmal eine Nummer ziehen, die Rolltreppe nehmen, dort Schlange stehen, danach wieder runterlaufen (ab Mitternacht funktioniert die Rolltreppe nicht mehr) dort bezahlen, mit dem Beleg wieder hoch, im Flur Schlange stehen und vor 8 Leuten untersucht werden. Danach runter, bezahlen, hoch Medizin holen und ins gegenüberliegende Gebäude laufen um dort die Infusion zu bekommen.“

„Nichts leichter als das.“, sage ich und bin froh, dass ich noch laufen kann.

Ich erweiterte meine Not To Do Liste an diesem Abend um folgenden Punkt:

Not To Do Liste in China:

  • Ein Krankenhaus betreten

Bravo. Geschafft. Nicht.

Es gibt noch sehr viel zu sagen zu diesem Abend, doch das sind hauptsächlich weniger unterhaltsame Dinge, traurige Beobachtungen und es bleiben viele offene Fragen. Diese eine Nacht im chinesischen Krankenhaus hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich aus einem Land komme in dem das Gesundheitssystem funktioniert und der Standard in Krankenhäusern weitaus höher ist als hier.

McDonalds im Krankenhaus

Einzig der Lieferbote von McDonalds, ein kleines Mädchen mit einer Plastikpistole die laute Science Fiction Geräusche machte und eine Frau, die im Hello Kitty Scooter ins Krankenhaus gefahren kam waren willkommene Ablenkung an einem sonst sehr tristen Abend.

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********************** THEMAWECHSEL *************************

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Brot, Brot, Brot

Ich dachte es sei ein Vorurteil, dass Deutsche gerne Brot essen. Im ersten Semester lernten wir im Chinesisch Unterricht 面 (Nudel) und meine Lehrerin schrieb 面包 (Brot) an die Tafel und sagte dazu: „Merken Sie sich das, denn Sie essen doch alle gerne Brot.“ Eine Chinesische Freundin sagte einmal genervt: „Brot, Brot, jeden Tag gibt es in Deutschland Brot. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, aber jetzt mag ich Brot und Brötchen!“

 

–  In Gedanken fliegt ein Mohnbrötchen vorbei –

Ich dachte wirklich, dass die Sache mit dem Brot ziemlich aus der Luft gegriffen sei, bis ich eines Tages nach knappen 1 1/2 Monaten in Shanghai wie verzückt vor dem Brotregal eines großen Supermarktes stand und mit leuchtenden Augen das Wort „Vollkorn“ las. Es stimmt also doch, ein Teil von mir vermisst gutes Brot so sehr wie die frische Luft, das Leitungswasser und meinen Hund. Frisches Brot. Damit könnte man mich gerade sehr glücklich machen.

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Ob das Brot so gut schmeckt wie es aussieht wage ich stark zu bezweifeln

Auch andere Lebensmittel ließen mein Herz höher schlagen. Apfelmus, Studentenfutter, Ritter Sport Schokolade, Lakritzschlangen, Salatsoße und ich weiß nicht was schlimmer ist: Diese Dinge nicht zu essen, oder sie zu kaufen, weil sie hier doppelt und dreifach so viel kosten wie zuhause.

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Ich liebe dich wie Apfelmus… 

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Seeberger in China 

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Ritter Sport in China 

Jori, zeig ihnen Hachez!

An einem Tag stand ich mit Catherine vor dem Schokoladenregal eines anderen Supermarktes und wir schauten uns mit großen Augen die Ritter Sport Tafeln und die Hachez Schokolade an. Ich erzählte ihr, dass bei meinen Eltern einmal ein ganzer Bus voller chinesischer Touristen vor einem Edeka parkte und die große Gruppe Chinesen dort regelrechte Schokoladen Hamsterkäufe machten. Das Regal mit der Lindt Schokolade war nach kurzer Zeit wie leergefegt und meine Mutter meinte zu mir: „Geh mal zu den Chinesen hin und zeig ihnen die Hachez Schokolade! Die ist doch viel besser! Lindt Schokolade schmeckt gar nicht gut im Vergleich.“ Ich konnte damals noch kein Chinesisch und wildfremden Touristen mit der Hachez Schokolade unter der Nase rumzuwedeln kam mir komisch vor, auch wenn sie wirklich ausgezeichnet schmeckt.

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Hachez Schokolade (dies ist keine Schleichwerbung!)

Der Chef ist auch da

Plötzlich sprach uns im Supermarkt ein Mann in perfektem Englisch an und fragte ob wir aus Deutschland kommen, er hätte den Online Shop des Supermarktes designt und sei gerade auf Inspektion, ob wir Verbesserungsvorschläge hätten. „Dunkle Hachez Schokolade.“, sagte ich ohne lange nachzudenken „Zartbitter.“, fügte ich hinzu. Kurz darauf bat er um ein Foto, wie hätte es auch anders kommen können und stellte uns seinem Chef vor, der auch auf Inspektion war. Uns wurde erklärt, dass er ein wichtiger Mann sei und viele Supermarktketten in ganz China besitzt. So kann man beim sehnsüchtigen Schokolade angucken in China wichtige Menschen treffen (und dabei lustige Fotos machen).

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Das wiederum gilt als Schleichwerbung… Verzeiht!

Jammer Jammer Jammer

Natürlich vermisse ich viele Dinge von zu Hause, nicht nur Essbares versteht sich, aber gerade das gewohnte Essen fehlt einem mit der Zeit sehr. Ich weiß, dass ich auf hohem Niveau jammere und ich bin mir bewusst, dass all das Verlangen nach Dingen nur entsteht, weil sie mir davor so selbstverständlich zur Verfügung standen, wie beispielsweise frische Milch, Brot oder Schokolade. Unsere Wohlstandsgesellschaft ist alles andere als selbstverständlich und dafür verzichte ich auch gerne auf die Dinge, die ich zuhause gerne esse. Lecker Essen gibt es auch hier, das steht außer Frage, nur eben nicht genau die Lebensmittel mit denen ich aufgewachsen bin.

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So sieht zum Beispiel mein Frühstück aus, improvisiertes Müsli mit Papaya und Grüntee. Es fehlt: Das Mohnbrötchen, ich liebe Mohnbrötchen!

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Oder Drachenfrucht, wenn es schnell gehen muss. 🙂

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Außerdem noch lecker: Warme Sojamilch und frischer Apfel Karotten Saft von BaoBao

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Heissi Maroni (wie man in der Schweiz sagt)

Es gibt sogar Esskastanien! Nur leider sind sie nicht angeschnitten und deshalb furchtbar schwer zu knacken. Lecker sind sie trotzdem und sie erinnern mich an nasskalte Wintertage zuhause und an das Gefühl, dass bald Weihnachten ist.

Miau Miau 瞄瞄

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Ich verabschiede mich nun mit einem kleinen Ausblick auf unsere Campus Katzen, die sich auf der Katzeninsel pudelwohl fühlen und viele kleine Baby Katzen großziehen. Man unkt sie würden eines Tages in Baozi 包子 (gefüllte Teigbällchen) landen auch wenn ich hoffe, dass ihnen dieses Schicksal erspart bleibt.

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Kuschelkatzen

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Bald kommt der Winter, ich ziehe mich warm an.

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Liebe Grüße in die Welt aus Shanghai! Bleibt gesund und munter!

Jori 🙂

Beijing craziness

Hello everyone and welcome to my blog!

Today I am trying my best to write an article in English. I have been living in Shanghai for more than one month now and I want to document the very first steps, interesting experiences and challenges on my way. To be honest, writing in English feels more like doing homework for school back in 2010, but here we go… 🙂 I want to write in English, so that my friends from all over the world can follow my adventure. Please feel free to correct my mistakes!

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In Shanghai everything is big! Look at this huge zebra crossing!

New city, new life

Over the past few years I have learned that having less expectations makes you experience more happiness, because when things turn out to be way better than you expected, you are overwhelmed by how good life is. That’s exactly the feeling I have right now! Although the excitement of the first few days is gone, because every day life routine and uni life have taken over, I am still happy and slightly overwhelmed by how good my life is at the moment.

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The Happy Jori 🙂

Making new friends

I am currently living on the Siping Campus of the Tongji University and making new friends seems to be easy, because most of the students who just moved in are new here as well and very happy to meet other students. Living in the hostel for foreign students is a blessing, because only two people share one room and we have a private bathroom, but it is also a curse, because we are separated from the Chinese students, who live in other buildings. When I leave the building, I see groups of students sitting in front of the hostel, talking in German, English or French. I pretend not to speak any of those languages, which might seem weird, but I have my reasons.

When you start making friends with people from your country, or people from other contries, you might feel connected because you share the same language, the same difficulties, the same humor, etc. but I want to feel lonely in the beginning. I want to have the feeling that I have to start from level zero. I want to use Chinglish (Chinese and English mixed together) and my body language to communicate with Chinese students, without being afraid of making mistakes. As long as you are communicating, you can only get better! Yes, I am a weirdo! Honestly, feeling lonely pushes me towards being more open, approaching people, asking for help, trying out new things and being independent.

D 班 The best class in Tongji

My classmates from the language course at the International School are wonderful by the way! The come from all over the world: Korea, Japan, Vietnam, Sudan, Yemen, France, Poland, Italy, Portugal, Ecuador, Germany, Greece, Madagascar, Togo and I really appreciate how nice everyone is. Most of the students are already fluent in Chinese and try to avoid using English in their conversations. That is really cool! We were once talking about how French has been influencing German and English in the past, or we discussed the political situation in Sudan. That was a challenge, but we do understand each other with some Chinglish and body language. I have to admit that I found a very good friend here in Shanghai attending the same class and we are exploring the city together.

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Catherine and me in the city center of Shanghai

The Golden Week

The third week of uni started with a vacation because of the National Holiday in China. Catherine and I decided to go to Beijing and spend some time in the capital, sightseeing, exploring and having fun. We were not the only ones having this idea. It felt like everyone in China was travelling during those days!

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We soon got used to a lot of people everywhere and it felt stupid to complain, because we were part of the crowd!

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We were not alone. Never. 🙂

Taking the train to Beijing

My Chinese teacher in Germany used to play a game with us about taking the train. We were singing: “开开开火车,我的火车就要开。” (I am taking the train, my train is about to take off.) and the class had to ask: “往哪儿开?” (Where are you going to?) The answer was one city from China, because every student had a paper in front with a name of a city. In my case I would answer: ”往北京开!” (I am going to Beijing.) This simple game was really fun and it is one of the best memories I have of my first semester at university. Everytime when someone did a mistake my teacher was clapping her hands, laughing and said: „You have to get of the train!“ In the end only two students were still playing and one of them won.

This might seem like a game for children, but isn’t everyone who is learning Chinese going back to primary one level? You have to start over, learn how to read and how to write and only by practicing every day you can reach a higher level.

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Taking the train is an experience

The high speed train from Shanghai to Beijing takes about 6 hours and is cheaper than taking the airplane. Smoking was not allowed, but we were still amazed about the differences of taking a train in Germany and in China. People are eating a lot during the trip: warm noodle soup, other meals, nuts and even other kind of snacks like chicken feet. That was new to us! I was also amazed about how a lot of people were watching series on high volume without wearing their headphones. I could follow at least 4 different TV series at once. That was challenging!

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Smoking is prohibited

School on Saturday and Sunday

We had one free week, but Saturday and Sunday were normal working days, where we had to attend class. That’s why I took my Chinese book with me and practiced some characters. Despite the noise  in the train, I tried to focus on my vocabularies and enjoyed the small baby mandarin.

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北京欢迎你! Welcome to Beijing!

The trip to Beijing was definitively worth it! Thanks to Baidu (the Chinese Google Maps) and the Subway plan we didn’t get lost and we spent some wonderful days in Beijing. Even though Beijing is the capital you can find smaller buildings, old traditional houses and beautiful parcs and lakes.

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Sightseeing was a challenge

We were never alone and sightseeing was not easy, because thousands (I really mean thousands) of other tourists wanted to visit the same places as we did. This picture is taken on the Tiananmen Square and afterwards we tried to get into the Forbidden City, but at 9 o‘ clock in the morning the 88.000 tickets for the whole day were already sold out.

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The Great Wall 长城

The day at the Great Wall was the best experience of our whole trip! So many friends did scare us and told us it would be horrible and totally crowded, but luckily we booked a tour at our hostel to visit a not so famous part of the Wall, where only adventurous tourists want to go to. It was AWESOME! Kind of like, you know, I don’t know.. well.. EXACTLY! We even reached a part of the wall, which has not been rebuild yet and we would have loved to continue walking there. Unfortunately our guide was waiting for us, so in the end we missed this original part of the wall. Nevertheless the view was great and the weather was really nice, too! I have been visiting the Great Wall in July and the sun was burning at that time. In October the sun was still there, but we also enjoyed some wind.

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We took a cable car to get up to the Wall and had a fantastic view

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Not only the view, but also the stairs were breathtaking!

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In 80 days around the world

On the Great Wall we met this wonderful young lady from the Netherlands who is part of the project „STORM Eindhoven“. A group of motivated students developed the world’s first electric touring motorcycels and travel around the world in 80 days. It was a pleasure to meet Michelle, who made all the way from the Netherlands to China. I loved listening to her sharings about her adventure. If you are interested in their project, please check out their website and Youtube Channel!

Ich glaub mich knutscht ein Drache

In German we have a saying: „Ich glaub mich knutscht ein Elch“ (I think an elk is kissing me) which means „I can’t believe it.“ In my case, I think a dragon is kissing me „Ich glaub mich knutscht ein Drache“ (this sounds weird in English) but I really can’t believe how good our trip to Beijing was. We walked a lot (up to 26 kilometers per day) we enjoyed some good food, visited beautiful places and even met some friends from Freiburg.

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好吃的饭!Tasty food!

In Beijing we were trying out a lot of different vegetarian restaurants or other places to eat. One evening we were having dumplings at a small restaurant and the menu was only in Chinese. A group of foreigners walked by and sat down, a few tables away from us. I expected them to know Chinese, but when one of them opened the menu I could clearly see by his stunned look that he didn’t understand a single word. I burst out into laughter, because he looked so helpless and funny at that moment. We offered our help to them and in the end Catherine was ordering food for 6 people, translating all the ingredients and different types of food. The group was really nice and they were very thankful for our help.

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Croissants

One morning we couldn’t resist the French bakery and got some real croissants. Catherine is French, but I have the tendency to forget about this fact, because her German is so good.

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Hmmmm….. C’est delicieux!

Not this not that 

The other day we were ordering Chinese pancakes with a lot of fresh vegetables and a mysterious brown (very tasty!) sauce: “我们想要两个薄饼,没有辣,没有香菜也没有肉。” (We would like to have two pancakes, not spicy, no Chinese parsley and no meat please.) When the lady repeated our order she was turning back to her colleague hissing in Chinese: “也不要!” (Not this, not that…) making fun of how picky we are. 🙂

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This was so tasty!

The Summer Palace 頤和園

We spent one whole day in the Summer Palace and enjoyed the nature. The big lake was beautiful, and all the trees made us feel at home. I really miss the nature of Switzerland and Germany from time to time. (To tell you the truth: I miss it every single day.)

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No black feet in the grass?!

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Photo Shooting

A lot of Chinese tourists wanted to take pictures with us that day. Most of them didn’t ask for our permission and this felt weird. While we were eating, or just sitting down to relax people were coming and taking selfies with us. Our strategy was to hide behind books.

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Look how beautiful the auntie is!

There were a lot of parents pointing at us saying to their children something like: „Go to see the auntie there, look at her skin, so white! Look how beautiful the auntie is. Go to her, we take a picture together!“ Most of the children were very shy and I guess they wondered why we were considered beautiful, because in their eyes we must look weird.

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Beauty standards

Children don’t know about beauty standards and sometimes small children even get scared when they see me. Maybe my long nose looks pretty scary to them? We frequently hear comments about our long noses (which is a compliment!) and about our white skin. It doesn’t matter how you look like, as long as you look like a foreigner you are considered beautiful and that makes me really sad. There are so many beautiful Asian women in this world and anyway… Isn’t beauty just a superficial measurement? Real beauty comes from the heart, not from the outside.

20161005_155132.jpgWe are a very good team! Team 包子 🙂

In Shanghai we like to visit the BaoBao shop frequently, because they make very tasty 包子 Baozi and you can sit outside with candle light. In Beijing we found this shop with a very nice lady selling the Baozi to us.

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She gave us one Baozi for free, because she wanted us to try out something new and asked us to come back the following day. We will definitively come back one day!

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I enjoyed the days travelling with Catherine and discovering a new city in China. Although we were a little bit scared in the beginning, we spent a wonderful time in Beijing!

                                              I am ready for new adventures!

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Greetings to all of you!

Jorinde 🙂